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Warum muss ich auf Seite 1 der Google-Ergebnisse stehen?

Geschrieben von: Stephanie K.   
09. Juli 2009

Erst vor Kurzem hatte ich eine Diskussion mit einem SEO-Experten. Es ging um das Thema Google-Ranking und welcher Aufwand sinnvoll ist, um bei dem Suchmaschinen-Giganten auf Platz 1 zu gelangen.

Es ging um die neue Internetplattform tweetranking.com. Auf Tweetranking können Twitterer andere Twitterer empfehlen und ihnen dabei Kategorien zuordnen. Dabei sollten eines oder mehrere Themen genannt werden, zu denen der Twitterer interessante Tweets schreibt. So schafft die Plattform diverse Ranglisten empfohlener Twitterer, sortiert nach der Zahl der Empfehlungen.
In unserem Gespräch ging es um den Autovermieter Sixt. Er bestückte die neue, gerade einmal 4 Stunden alte, Internetseite mit seinen vielen länderspezifischen Twitter-Accounts. Dabei empfahlen die Sixt-Accounts sich untereinander zu diversen Top-Keywords. Um es auf den Punkt zu bringen: Am Schluss bestand der Bereich Mietwagen nur aus Ergebnissen von Sixt. Leider kam diese Art des Social Marketing bei den Twitterer nicht besonders gut an. Sofort wurde Sixt auf dem Microblogging-Dienst als Spamer betitelt, die User zogen über Sixt her und in Kürze wurde Sixt aus der Seite Tweetranking.com entfernt.
Nun stellen Sie sich vielleicht die Frage, war das einfach nur ein Schuss in den Ofen? Oder: Warum hat Sixt das gemacht? Eine sehr wahrscheinliche Erklärung könnte diese sein:
Beim Start der neuen Empfehlungsplattform waren alle ausgehenden Links auf „FOLLOW“ gesetzt. Dies bedeutet, dass der Google-Bot, wenn er an dieser Seite vorbeigeht, alle Links mit indiziert. Und somit auch die Links, die jeder Twitterer in seinem Profil als Webadresse angeben hat...
Sie wissen worauf ich hinaus will? Auch wenn das Glück nur von kurzer Dauer war, Sixt war an diesem Tag mit dem Suchbegriff „Mietwagen“ auf Platz 1 von Google. Heute jedoch nicht mehr.
Nun ist die darauf logische Folgefrage: Hat sich dieser Aufwand gelohnt? In welchem Verhältnis stehen die negativen Berichte auf einer noch sehr innovativen Plattform wie Twitter und das Google-Ranking Ergebnis Platz 1?
Generell muss man sich vor Augen führen, dass 90% des Suchtraffics auf der 1. Ergebnissseite stattfindet. Das bedeutet, dass nur 10% aller Sucher auch auf die darauf folgenden Seiten 2 und 3 weiterklicken. Ich nenne in diesem Zusammenhang gerne das Klickverhältnis aus dem Buch Website Boosting 2.0 von Mario Fischer. Hier werden einer Google-Position 1 46,9%, einer Position 2 13,2% und einer Position 3 9,5% Anteil an Klicks bei Suchergebnissen genannt. Wenn Sie einmal einige Beispielrechnungen mit Ihrer Conversion-Rate fiktiv aufstellen, dann werden Sie ganz schnell merken, dass sich unter diesen Umständen der Aufwand für einen Google-Platz Nr. 1 dann wohl rentiert.