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Die Wahrheit über Microbloggin-Dienste

Geschrieben von: Stephanie K.   
18. Juli 2009
Kennen Sie Twitter? Der Name sagt Ihnen etwas, doch Sie können ihn nur gerade nicht zuordnen? Twitter ist der Microblogging-Dienst -Blogs erlauben Ihnen Nachrichten in Echtzeit zu posten (twittern), wobei diese auf 140 Zeichen pro Tweet begrenzt sind.

Twitter ist wohl den meisten Menschen seit Michael Jacksons Tod ein Begriff, glaubt man zumindest. Doch Fittkau & Maaß haben die tatsächliche  Verbreitung von Mikroblogging-Diensten und Twitter im Speziellen genauer unter die Lupe genommen. Und wie Sie an meiner Wortwahl erkennen können, war das Ergebnis doch sehr ernüchternd.

Das Ergebnis kann man sehr knapp zusammenfassen: Twitter und seine Freunde sind noch lange nicht so weit verbreitet wie man dank des Medienhyps glauben könnte.

Laut Twellow regestrierten sich im Juni 52,6 Millionen Leute bei Twitter, die Anzahl der Tweets lagen Ende Juni bei insgesamt 2412 Millionen. Allerdings: Nur 3% der Nutzer lesen oder schreiben mehr als  einmal pro Woche einen Tweet, knapp 6% schreiben ein Mal pro Monat. Fast 40% der registrierten Nutzer haben noch nie eine Nachricht geschrieben und gerade einmal 22% haben mehr als zehn Tweets gepostet.

Doch wer twittert denn überhaupt? Die meisten berufstätigen Mikro-Blogger arbeiten überproportional in den Medien, Multimedia/Internet und EDV. Somit muss man heute sagen, dass dieser Kommunikationsweg noch nicht die breite Masse der Internet-Nutzer anspricht.

Im Vergleich zum Internet-Durchschnitt ist die Twitter-Zielgruppe recht jung. Fast 2/3 aller Twitterer sind unter 40 Jahre, zudem sind sie besonders Computer- und Web 2.0-affin. Twitter-User nutzen zum Teil doppelt so oft Weblogs, Netzwerke oder ähnliche Phänomene des Web 2.0 als der Internet-Durchschnitt.

Was für Schlüsse sollten man sich aus dieser Studie ziehen? Aktuell ist Twitter noch nicht so präsent wie eigentlich in den Medien dargestellt wird, allerdings steigt die Zahl der registrierten Nutzer von Tag zu Tag. Somit kann man davon ausgehen, dass auch die Bekanntheit von Twitter und Co steigt. Ich denke, es schadet somit nicht sich einen kostenlosen Account anzulegen und diesen intelligent in seine Kommunikationsstrategie zu integrieren und langfristig zu denken. Denn neben dem Microblogging-Dienst entwickeln sich immer mehr Zusatzdienste rund um Twitter. So bietet zum Beispiel die neue Suchmaschine Bing eine Betaversion seines Dienstes an: Bingtweets.com. Hier erhalten Sie neben den „normalen“ Suchergebnissen auch die aktuellsten Tweets, passend zu dem eingegebenen Suchbegriff.