Vodafone und die Generation Upload |
| Geschrieben von: Stephanie K. |
| 27. Juli 2009 |
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Kennen Sie den aktuellen Vodafone-Spot „Es ist Deine Zeit“? Der Spot richtet sich an die „Generation Upload“, womit vor allem die Web2.0-Generation gemeint ist, und führte in der „Blogger-Szene“ für ordentlichen Tumult. Im Spot erkennen Sie den einen oder anderen mehr oder weniger bekannten Testimonial: Basejumper Jürgen Mühling, der mit Handy in der Hand von einem Gebäude springt und Ute Hamelmann, bloggende Comic-Autorin, die mit ihrem eigenem Baby im Park vor dem Laptop liegt. Zudem sieht man den Sänger und MySpace-Rocker Ragnar Solberg sowie Mr. Forehand, Musiker, performen. Auch Sascha Lobo, Internetpionier, Autor und Blogger, sitzt im Spot im vorbeifahrenden Bus, Sven Gurrath, Dicestacker und YouTube-Talent, sieht man beim Würfel-Spiel. Nun, so weit so gut, das sind die 6 „Helden“ des Spots. Doch worüber regt sich die Blogger-Gemeinschaft auf? Geht es in dem Spot doch eigentlich nur um die Generation Upload und im Zuge der Kampagne darum, den „Held für einen Tag“ ausfindig zu machen und dies – so ist meine Ansicht - auch auf eine sehr ansprechende Art. Selbstverständlich wurde zu diesem Projekt eine eigene Internetseite ins Netzt gestellt. Hier kann sich der Interessent den Spot und das Making-of noch einmal ansehen, alle Informationen über den Aufruf „Held für einen Tag“ abrufen, aber auch detailliertere Infos zu den Testimonials finden. ![]() Seit dem Launch des Fernseh-Spots tauchen diverse Fragen auf, die alle in die gleiche Richtung gehen: Darf ein Blogger überhaupt Fernsehwerbung machen? Sascha Lobo, das ist der mit dem roten Irokesen im Bus, beantwortet diese Frage selbst in seinem Blog: „Natürlich dürfen Blogger Werbung machen“. Doch das ist eben der Knackpunkt. Ist dies der Anfang der großen Kommerzialisierung des Web2.0? Das wäre ein großer Graul der 2.0-Gemeinschaft! Und genau darüber wird hitzig diskutiert. Zudem geht es in der Diskussion um die Einstellung Vodafons zum Thema Netzsperre, diese führt ebenfalls zu Diskussionen in der Szene. Doch das würde jetzt zu weit führen. Einen Satz noch zu Ute Hamelmann, die Dame im Park. Frau Hamelmann war der ganze Trubel nach der Geburt ihres Kindes um ihre Person im Rahmen des Vodafone-Spots anscheinend zu viel, sie hat sich vorerst aus der Blogger-Szene verabschiedet. Nun, warum erzähle ich Ihnen all das? Ich möchte Sie gerne sensibilisieren und zwar für das Thema Social Media Marketing. Auf den ersten Blick scheint es ganz einfach, dank den vielen neuen Möglichkeiten des Web2.0, sich mit seiner Zielgruppe auszutauschen und so auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Und ihnen irgendwelche Produkte zu verkaufen. Einfach schnell einen Blog aufsetzen und in die bestehende Internetseite integrieren. Falsch gedacht! Die User sind nicht dumm – und die Web2.0-Gesellschaft in der sie sich möglicherweise vollkommen neu bewegen erst recht nicht. Wie sie an dem Vodafone-Beispiel erkennen können ist die Gemeinschaft sehr sensibel wenn es um das Thema Werbung im und um das Web2.0 geht. Eine Kampagne in diesem Bereich muss definitiv sehr gut durchdacht und erarbeitet werden. Und egal wie gut Ihre Idee und deren Umsetzung ist, sie müssen immer damit rechnen, dass sie mit ihrere Aktion nicht nur begeistern werden sondern gegebenenfalls auch anderen Menschen vor den Kopf stoßen könnten. |









