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Claus Hipp und soziale Netzwerke

Geschrieben von: Stephanie K.   
11. September 2009
Kennen Sie Claus Hipp? Ja, genau! Das ist der Geschäftsführer von Hipp-Babynahrung. Der Mann, der in der Fernsehwerbung mit seinem Namen für die Qualität der Produkte steht, der seinen alten Benz umbauen ließ damit er ihn auch mit Frittierfett fahren kann und das ist auch der Mann, der mir eigentlich als erster - am lebenden Objekt - gezeigt hat, dass "Social Marketing" funktionieren kann. Gut, es war damals eher Hochschul-Marketing, doch im Prinzip war es dasselbe.

Herr Hipp kam zu mir in die Uni und erzählte über sich. Er erzählte, wie er mit seiner Bio-Philosophie durch viele Tiefs waten musste bis sein Unternehmen endlich in dem Hoch sein durfte, in dem es sich heute befindet. Doch er erzählte auch viele private Geschichten und zeigte den tatsächlichen Mensch hinter der Firma - auch den, der heute mit seiner Frau - einer Schweizerin! - in Illmmünster und im Kanton Obwalden lebt...
 
Claus Hipp und social marketing

Sie wissen worauf ich hinaus will? Prima! Ich muss gestehen, dieser Vortrag ist einer der wenigen, der mir tatsächlich noch in Erinnerung geblieben ist und er hat mich geprägt. Denn lustiger weise ertappe ich mich immer wieder, dass ich persönlich mit der Marke Hipp nur positives verbinde. Auch wenn ich noch keine Kinder habe, ich bevorzuge Hipp gegenüber allen anderen Babynahrungsherstellern!

Warum ich Ihnen das erzähle: Es ist eine neue Studie zum Thema Branding in sozialen Netzwerken erschienen. Diese besagt, dass - zumindest in den USA - Nutzer von sozialen Netzwerken mit Unternehmen interagieren, wodurch das Ansehen einer Marke bei entsprechenden Aktivitäten durchaus gesteigert werden konnten. Anscheinend fühlten sich die Mehrheit der User nicht von den Aktivitäten der Unternehmen in sozialen Netzwerken belästigt: 52 Prozent der Befragten gaben an, über soziale Netzwerke Fan oder zumindest Follower einer bestimmten Marke geworden zu sein, 46 Prozent sahen sich dank diversen Unternehmensaktivitäten dazu veranlasst, positiv über eine Firma oder eine Marke zu denken.

Sie sehen, ich stehe mit meinem Erlebnis nicht alleine da - zum Glück! Unternehmensaktivitäten in sozialen Netzwerken sind somit langfristig gesehen tatsächlich sinnvoll. Doch bevor Sie aufspringen und sagen "Yes, we can!" und das quasi kostenlos, muss ich ihre Euphorie bremsen. Denn denken Sie daran, wenn Sie sich dazu entschließen, in sozialen Netzwerken aktiv zu sein, dann ist dies auch ein hartes Stück Arbeit, sie ist nur anders. Überlegen Sie sich genau, was Sie kommunizieren wollen und wie Sie dies kommunizieren wollen - und wenn Sie sich nicht sicher sind, dann holen Sie sich professionelle Hilfe an die Seite. Denn das Projekt "soziales Netzwerk" muss langfristig und professionell angegangen werden, denn sonst könnte es passieren, dass Sie genau das Gegenteil erreichen.