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Ominöse .co.de Domain Post

Geschrieben von: Stephanie K.   
15. Dezember 2009
Erhielten Sie vor kurzem Post von der Osnabrücker Websuche Search Technology GmbH? Nein, dann macht das nichts! Damit Sie aber schon einmal vorbereitet sind, falls der Brief doch noch eintrifft: In diesem Brief bot die Firma .co.de-Domains für 99€ im Jahr an. Die Wichtigkeit dieser .co.de-Domains sei ähnlich wie .co.uk-Domains allgemein erhältlich und wer in der jetzt vorgeschalteten Phase für Markenrechtsinhaber nicht zuschlage, risikere, "dass die Domain ihrefirma.co.de in der Landrush-Phase durch einen Dritten registriert", werde.

Was man hierbei wissen muss ist, dass es sich bei den .co.de-Domeins um keine eigenständigen Domains handelt, sondern um Subdomains. Die Vergabe erfolgt dabei nicht über die zentrale Vergabestelle denic sondern über einen Drittanbieter, der sich im Zuge der kürzlichen Zulassung von Internetadressen mit 2 Buchstaben die Domain .co.de gesichert hat.


Aktuell ist die zukünftige Bedeutung dieser Domains für den Deutschen Raum noch unklar, eine Entwicklung wie z.B. im asiatischen Raum in dem z.B. eine .com.cn Domain eine enorm hohe Bedeutung hat, ist aber sehr unwahrscheinlich.

Nun klar, im Zeitalter von Twitter und Co machte dieses zwiespältiges Anschreiben schnell seine Runde. Websuche-Chef Martin Steinkamp wehrt sich nun gegenüber Heise Online gegen die starke Kritik, die im Internet kursiert. Bei den 99 Euro Jahresgebühr sei 10 Gigabyte Speicherplatz mit im Paket und in der späteren "Landrush"-Vergabe könnten Interessierte die vergebenen Subdomains sogar kostenlos erhalten. Die Subdomains würden dabei über Werbung finanziert. Und dies sei ein Konzept, das sein Unternehmen auch bei anderen Kostenlos-Domains verfolge.

Auf die Rückfrage von Heise Online, ob das Unternehmen demnächst weiter vorhat auch andere Subdomains in ähnlicher Weise zu vermarkten, äußerte sich Steinkamp zurückhaltend: es gebe noch eine Subdomain (.ev.de), die vor allem für Vereine interessant wäre...

Übrigens betont das Unternehmen, es habe bei der Auswahl seiner potentiellen Interessenten nicht die DeNIC-Whois-Datenbank genutzt.

Also, sofern Sie dieses Schreiben erhalten haben, denken Sie lieber zwei Mal nach, ob Sie das Angebot nutzen möchten!